Bronchialkarzinom

Mit dieser Diagnose bricht für die meisten Patienten erst einmal eine Welt zusammen. Umso wichtiger ist es, sich Unterstützung auch außerhalb der Arztpraxis zu suchen, sich seriös und unabhängig zu informieren und von Menschen umgeben zu sein, die einen auf dem weiteren Weg begleiten.
Die wichtigsten Fragen, die Patienten in dieser Situation haben, sind stets die gleichen: Wie ist die Prognose mit einem Bronchialkarzinom? Wie sind meine Chancen? Wie sieht die Therapie aus? Wenn Sie sich zu diesen Themen seriös beraten lassen, wird dadurch etwas von Ihrer Angst gemildert. Die rein statistische Überlebensdauer von fünf Jahren, die immer wieder erwähnt wird, sowie der Hinweis dass das Bronchialkarzinom genau wie das Lungenkarzinom vom Rauchen kommt, helfen den meisten Patienten in dieser Situation nicht weiter. Eine Bronchialkarzinom Prognose abzugeben ist dementsprechend auch nicht das Ziel eines seriösen Arztes.

Wie erfolgreich eine Therapie sein kann, hängt erheblich von Form und Ausdehnung des Karzinoms ab. Bronchialkarzinom Symptome sind dauerndes Husten, Bluthusten und chronische Heiserkeit. Diese Bronchialkarzinom Symptome tauchen allerdings meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium des Krebses auf. Die Früherkennung spielt wie beim Lungenkarzinom die entscheidende Rolle.
Bei der Diagnose wird der Arzt nach Tumormarker Bronchialkarzinom suchen. Diese Tumormarker Bronchialkarzinom sind Proteine im Plasma, die von Zellen des Tumors stammen und anhand derer der Tumor diagnostiziert werden kann.

Für die Therapie spielt es eine entscheidende Rolle ob der Tumor ein kleinzelliges oder ein nicht kleinzelliges Bronchialkarzinom ist. In 75 Prozent der Fälle handelt es sich um ein nicht kleinzelliges Bronchialkarzinom (NSCLC). Das bedeutet dass der Tumor aus mehreren größeren Zellen besteht. Die Bestimmung der Größe des Tumors ist entscheidend für Therapie und Bronchialkarzinom Prognose. Hierbei wird Ihnen auch der Begriff tnm Bronchialkarzinom begegnen. Das tnm Bronchialkarzinom steht für die Klassifizierung des Karzinoms mit dem tnm System. Es bestimmt zum Beispiel Größe und Ausdehnung des Tumors.

Erst wenn die Untersuchungen abgeschlossen sind, kann mit der eigentlichen Krebstherapie begonnen werden. Hier empfiehlt es sich, mehrere Meinungen einzuholen und sich sorgfältig zu informieren.

Die Therapie beginnt in aller Regel mit der operativen Entfernung. Ziel ist es, dabei möglichst viel vom Organ zu erhalten.  Es ist unvermeidlich, dass sich Leistung und Kapazität der Lunge in der Folge verringern. Ist die Lungenfunktion schon vor der Operation eingeschränkt, kann das eine Operation erschweren oder verhindern. Viele Patienten, die operiert worden sind, entwickeln Rezidive, das heißt neue Tumoren. Manche Ärzte gehen deshalb davon aus, dass eine ergänzende Strahlen- oder Chemotherapie nach der Operation zwingend ist. Hier sollte man sich individuell beraten lassen. Wie bei vielen Krebserkrankungen kann auch beim Bronchialkarzinom die Begleitung des Kranken durch einen Psychologen sinnvoll sein, um die Lebensqualität zu steigern.