Oxiplatin

Oxiplatin

Oxiplatin ist ein Arzneimittel, das zur Behandlung von bösartigen Tumoren, in erster Linie bei einem kolorektalen Karzinom, verwendet wird. Das Medikament ist ein Zytostatikum, ein chemischer Stoff, welcher durch seine toxischen Eigenschaften auf die Zellen einwirkt und die Teilung von Tumorzellen verhindert. Die genaue Art der Wirkung von Oxiplatin ist noch nicht vollständig erforscht, doch medizinische Studien belegen die gute Wirksamkeit des Arzneimittels. Die Substanz, die der Klasse der Platinokomplexe angehört, bewirkt Reaktionen mit der DNA. Sie sorgt für die Entstehung von Querverbindungen zwischen den DNA-Strängen. Dies führt schließlich zu einer Störung im Zellzyklus und damit zur Behinderung der Zellteilung. Auf diese Weise wird das Wachstum der Krebszellen gehemmt.

Das Kolonkarzinom ist eine Form von bösartigen Darmkrebserkrankungen. Eine Chemotherapie mit Oxiplatin erfolgt im Anschluss an eine Operation, bei welcher der Darmtumor vollständig entfernt wurde. Die Behandlung soll Metastasen vernichten, die nicht sichtbar, aber eventuell noch vorhanden sind. Desweiteren wird Oxiplatin bei einem metastasierenden kolorektalen Karzinom eingesetzt. Die Chemotherapie wird alle zwei Wochen über einen längeren Zeitraum durchgeführt. Dabei erhält der Patient Infusionen, die zwischen zwei und sechs Stunden dauern. Oxiplatin wird zusammen mit den Medikamenten 5-Fluorouacit und Folinsäure angewendet. Neuere Studien erforschen auch die Kombination mit anderen Arzneimitteln, wodurch die Überlebenschancen der Patienten steigen sollen.

Wegen seiner toxischen Bestandteile kann Oxiplatin zahlreiche Nebenwirkungen verursachen. Dazu gehören neben Übelkeit, Durchfall und Erbrechen auch Veränderungen des Blutbildes und Entzündungen der Schleimhäute. Doch da die toxischen Inhaltsstoffe des Medikamentes gleichzeitig radikal das Wachstum der Krebszellen behindern, verbessern sie die Überlebenschancen der Patienten deutlich.