Imatinib

Imatinib, das Krebsmedikament

Allgemeines zum Medikament

Das Medikament Imatinib ist ein Mittel in der Krebstherapie. Es wird bei der Behandlung der chronisch myeloischen Leukämie (CML) eingesetzt, ebenso bei Magenkarzinomen. Als weitere Indikationen sind Sarkome des Magen und Darmes zu nennen. Imatinib hemmt die Vermehrung der Krebszellen.

Die chronisch myeloische Leukämie

Die CML verläuft in drei Stadien. Dies sind die Chronische Phase, die Akzelerationsphase und die Blastenkrise. Zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr tritt die CML am häufigsten auf. Sie beginnt mit der chronischen Phase. Dabei gibt es nur wenige Symptome, wie die Milzvergrößerung (Splenomegalie) und der Leukozytose (Erhöhte Anzahl der weißen Blutkörperchen). Die Diagnose ist in den meisten Fällen eine Zufallsdiagnose. Meist fällt sie im Differenzialblutbild auf.

So wirkt das Medikament Imatinib

Imatinib ist in allen drei Phasen der CML wirksam. Es gehört zur Gruppe der Zytostatika, also der Chemotherapeutika. Das Enzym Tyrosinkinase wird durch Imatinib gehemmt. Das Enzym überträgt Signale, welche zu einer starken Krebszellvermehrung und unkontrolliertem Zellwachstum führen kann. Es findet nur bei Patienten im fortgeschrittenen Stadium Anwendung. Auch wenn die Therapie mit Interferonen nicht mehr anschlägt, wird es verabreicht.

Nebenwirkungen

Wie alle Medikamente hat auch Imatinib Nebenwirkungen. Die häufigsten sind Übelkeit, Erbrechen, eine Neutropenie, Anämie und Kopfschmerzen. Auch der Appetit kann nachlassen, Schlafstörungen, Blähungen, Verstopfung und der gefürchtete Haarausfall können auftreten. Ebenfalls wird das Immunsystem geschwächt, da während der Behandlung auch gesunde Zellen zerstört werden. Dies führt wiederrum zu vermehrten Infektionen, wie Lungenentzündungen. Als Besonderheit sollte man auf Muskelschmerzen und Muskelkater achten. Denn das Medikament kann in seltenen Fällen zu Muskelschäden führen.

Vorsichtsmaßnahmen

Eine besonders intensive Überwachung sollte bei Leberfunktionsstörungen und einer Herzmuskelschwäche erfolgen. Regelmässiges wiegen lässt Wassereinlagerungen schnell erkennen. Eine Blutuntersuchung der Werte von Phosphat und Vitamin D sollte überwacht werden. Das Reaktionsvermögen kann herab gesetzt werden. Bei Muskelschmerzen, Verspannungen und „Muskelkater“ sollte sofort der behandelnde Arzt konsultiert werden.