Die Methotrexat Therapie

Die Methotrexat Therapie

Die Methotrexat Therapie, kurz MTX ist Identisch mit Folsäure, auch Vitamin B9 genannt. Als Folsäure-Antagonist inhibiert es reversibel und kompetitiv das Dihydrofolat-Reduktase Enzym. In der Chemotherapie wird der Wirkstoff als Zytostatikum eingesetzt. Die Methotrexat Therapie wird bei Krebserkrankungen fast nur in Kombination mit weiteren Zytostatika verwendet. Meistens wird MTX dabei als eine intravenöse Infusion verabreicht. Ebenfalls möglich ist aber auch die intrathekale und subkutane Injektion. Die Methotrexat Therapie wird vor allem bei akuter lymphatischer Leukämie, sowohl bei Kindern wie auch Erwachsenen eingesetzt. Aber auch bei Mammakarzinom, dem Urothelkarzinom der Harnblase, dem Ependymom und Medulloblastom bei Erwachsenen und Kindern. Zudem wird die Methotrexat Therapie bei Erwachsenen und Kindern mit einem Osteosarkom und dem Non-Hodgkin-Lymphom angewandt. Bei der Methotrexat Therapie bei Tumorerkrankungen werden wie bereits erwähnt, vor allem intravenöse Infusionen eingesetzt. Die Verabreichung von MTX in das Nervenwasser wird sowohl zur Vorbeugung wie auch zur Behandlung bei Befall des Zentralnervensystems, also Rückenmark und Gehirn durch ein NHL oder eine ALL durchgeführt.

Einsatz der Methotrexat Therapie

Der Einsatz der Methotrexat Therapie beim Ependymom und Medulloblastom erfolgt entweder als intrahekale oder als intravenöse Infusion. Im Kindesalter erfolgt beim anaplastischen Astrozytom sowie Glioblastom eine hoch dosierte intravenöse Therapie. Innerhalb der Dauertherapie der lymphatischen akuten Leukämie und gewissen Formen der Non-Hodgkin-Lymphome werden zudem auch Methotrexat Tabletten gegeben und zwar in einmal wöchentlicher Gabe. Die Nebenwirkungen leiten sich, wie bei weiteren Zytostatika auch, hauptsächlich von den hemmenden Auswirkungen auf die sich rasant teilenden Körperzellen ab. Bei der hoch dosierten Gabe fallen die Nebenwirkungen deutlich stärker aus als bei niedriger Dosierung. Zu den häufigen Nebenwirkungen der Methotrexat Therapie gehören eine erhöhte Infektanfälligkeit, Lungenfibrose, Alveolitis und die Hepatopathie. Gelegentlich treten auch Übelkeit, Erbrechen, gastrointestinale Blutungen und Diarrhoe auf. Ebenso wie Leukopenie, Anämie, Störung der weiblichen Eizelle und der Spermatogenose. Weitere Nebenwirkungen sind auch Haarausfall, Störungen im Zentralnervensystem, Schädigung der inneren Organe. Vor allem bei längerer Einnahme Blasenschädigung, Schleimhautentzündung und Nierenschädigung.