Diflu Therapie (Krebs)

 Diflu Therapie (Krebs)

Die Diflu Therapie wird zur Behandlung von Krebs eingesetzt. Bei diesem unkonventionellen Behandlungsschema werden Salizylsäure-Derivate verwendet. Bisher wird die Diflu Therapie nur von wenigen Ärzten in Deutschland angewendet und auch in den Leitlinien der Onkologen wird sie noch nicht thematisiert. Die Therapie wird in Deutschland im Rahmen eines individuellen Heilversuchs eingesetzt und zwar als Off label use. Hierunter versteht man eine Verwendung eines Arzneimittels, welches ursprünglich für eine andere Therapie zugelassen wurde. In der Diflu Therapie sehen Befürworter die Chance, die Krebszellen von Metastasen und Tumoren zu bekämpfen und das ohne Nebenwirkungen. Die Therapie wurde von Prof. Dr. Werner Kreutz zusammen mit seiner Arbeitsgruppe in der Universität Freiburg entwickelt. Bei dieser Diflu Therapie werden mehrere Derivate der Salizylsäure eingesetzt. Salizylsäure ist auch der Wirkstoff des Medikaments Aspirin.

Daneben wird auch der Wirkstoff Difluisal eingesetzt. Dieser ist schmerzlindernd und entzündungshemmend. Die Methode setzt auf die Kombination aus drei Mitteln. Neben Diflunisal, Acetylsalicylsäure und der 4-Aminosalicylsäue. Letzteres ist eigentlich ein Antibiotikum, welches zur Tuberkulose-Behandlung verwendet wird. Durch diese Therapie kommt es zur pH-abhängigen Apoptose, also dem Zelltod in „Laktat transportierenden Zellen“. Außerdem kommt es dabei anscheinend zu einer pH-Wert abhängigen Porenbildung, welche lediglich in den Krebszellen vorkommt. Laut den Angaben des Entdeckers dieser Therapie handelt es sich dabei um eine „universelle Krebstherapie“, welche auf sämtliche soliden Metastasen und Tumore wirkt. Die Methode soll nur die Krebszellen schädigen und absolut ohne Nebenwirkungen sein. Es kommt bei der Therapie zum Zelltod und einer Porenbildung im Krebszellmembran, allerdings soll es zu keiner Resistenzbildung kommen.